Projektbeschreibung

Unfall bedingte Verletzungen der Zähne sind ein häufiges Ereignis. Von abgeschlagenen Zahnecken über locker bis vollständig ausgeschlagene Zähne reichen die Beobachtungen.

Vor allem sind obere Schneidezähne betroffen. Die Folgen können die Gesichtsästhetik erheblich beeinträchtigen und dadurch sogar zu psychischen Erkrankungen führen. Die Behandlung der Verletzungsfolgen- kann extrem aufwändig, sehr belastend und teuer sein.

Meist sind die Milchzähne von Kleinkindern und die bleibenden Zähne von Kindern und Jugendlichen betroffen, die ihrem natürlichen Bewegungsdrang folgend vor allem in Stürze verwickelt sind. Die Unfälle ereignen sich vornehmlich im häuslichen Umfeld, im Schwimmbad, in der Schule und beim Sport. Unfall bedingter Zahnverlust bedeutet für diese Altersgruppe ausgerechnet in der Pubertät jahrelang zu tragende, oft unbefriedigend aussehende und nur eingeschränkt funktionierende Hilfskonstruktionen, da erst nach Abschluss des Wachstums definitiver Zahnersatz (z.B. Implantate) möglich ist.

Ziele

  1. Nachhaltige Einführung des Zahnrettungskonzeptes (Platzierung – Evaluierung - Finanzierung) in allen Schulen, Schwimmbädern, Kitas, Sportvereinen, etc.
  2. Präsenz von Zahnrettungsboxen in Zahnarztpraxen, Rettungsfahrzeugen, sofortige Verfügbarkeit in Apotheken, Krankenhäuser, etc.
  3. Flächendeckende Verteilerstrukturen sollen eine schnelle und erfolgreiche Rettung zu einem möglichst hohen Teil sichern (24 Stunden/365 Tage im Jahr)
  4. Entlastung der Leistungsträger Unfallkasse, GKV und PKV hinsichtlich der immensen, lebenslangen Folgekosten nach Zahnunfällen und nicht erfolgreicher Rettung der Zähne
  5. Verstärkte Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Zahnunfall & Zahnrettung und Anregung für eine entsprechende Eigenvorsorge im häuslichen Erste-Hilfe-Kasten
  6. Vereinfachte und zentrale Auswertung von Zahnunfällen in Deutschland (im Aufbau)